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Schlechtes Wetter – schlechte Laune?

Schlechtes Wetter schlechte Laune?

„Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n, denn du strahlst ja selber wie der Sonnenschein.“ Bei diesen Zeilen erinnern sich viele an ihre Kindheit, denn zum Geburtstag wurde es oft gesungen. Da war es auch meistens egal, welches Wetter ist, denn die Laune war gut.

Das Wetter wird schlecht und die Laune gleich mit? Was war denn früher anders? Vom Alter mal abgesehen. Der Regen hat eine wichtige Funktion für die Welt, denn so werden nicht nur Staub und Pollen aus der Luft geholt, sondern auch negative Energien. Wasser arbeitet auf vielen Ebenen.

Fangen wir doch mal mit dem Offensichtlichen an:

Wachstum: Im vergangenen Jahr zum Beispiel hatten wir ja einen sehr niedrigen Wasserpegel und wenig Regen. Der Rhein führte so wenig Wasser, dass Schiffe oft nicht fahren konnten, die Bäume warfen ihre Rinde ab und Pflanzen vertrockneten auf den Feldern – die Auswirkungen werden wir in den kommenden Jahren immer noch spüren. Gerade im Sommer ist es daher immens wichtig, dass es auch mal regnet. So ein schöner warmer Sommerregen fühlt sich auf der Haut wirklich schön an, wenn du es zulässt.

Reinigung: Vor einigen Jahren standen meine Frau und ich im Rhein und haben uns gereinigt. In Köln war eine Großdemo angesetzt, die sehr viel Potential für Gewalt hatte. Wir sahen Richtung Köln und dort waren schon dicke schwarze Wolken zu sehen. Ich habe in einer kleinen schamanischen Reise gefragt, warum es denn ausgerechnet jetzt regnen soll, es war doch gerade so schönes Wetter.

Die Antwort war wie immer einfach aber tiefgehend: „Die Zeit für so eine Veranstaltung ist noch nicht gekommen. Der Regen wird viele abhalten zu kommen und die restlichen Energien werden schnell weggeschwemmt.“ Als wir später die Lokalnachrichten sahen, wurde genau das bestätigt. Es kamen nur die Hälfte der erwarteten Demonstranten und bevor es Ausschreitungen gab, hat sich die Versammlung wieder aufgelöst, ohne einen Nachhall oder eine Wirkung zu erreichen. Das hob unsere Laune ungemein – wie einfach die Antworten doch immer sind, und wie viel Sinn selbst so ein „schlechtes Wetter“ haben kann.

Entspannung: Stell dich doch mal in einen warmen Sommerregen und fühle, was sich auf deiner Haut alles tut. Leider haben wir uns so weiter von der Natur und den Elementen entfernt, dass ich oft nur „iiih“ höre, wenn ich Leute an meinem Geschäft vorbeilaufen sehe und es zu regnen beginnt. Sinnvoller wäre ein Innehalten, lass dich von den Wassertropfen reinigen. Du bist wesentlich entspannter, du ruhst mehr in deiner Mitte. Suche dir einen Fluss in der Nähe. Hier in Bonn ist es einfach, der Rhein fließt direkt vor der Haustür. Geh mal bis zu den Knien ins Wasser (achte dabei auf die sehr starke Strömung!) und wasche deine Beine, deine Füße, deine Hände und Arme im Wasser und stell dir vor, wie der Fluss dir alles Überschüssige an Energie abnimmt. Du musst anschließend weniger alten Ballast mit dir rumschleppen und hast wieder Kraft für neue Taten.

Wenn also deine Laune das nächste Mal sinkt, wenn es zu regnen beginnt, erinnere dich mal daran, was dadurch ermöglicht, bzw. verhindert wird. Vielleicht steigt deine Laune ja doch so sehr, dass du für den Regen dankst – auch, wenn du keine Pflanzen hast, die davon profitieren.

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