Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Karma

Es gibt viele Interpretationen vom Karma, jede größere religiöse Gruppe hat da so ein bisschen ihre eigene Idee. Meine ist: Karma ist ein Konto, das man durch „schlechte Taten“ wie anderen Leuten Schaden zufügen ins Minus bringt und durch „gute, ehrliche Taten“ wieder ausgleicht. Grob gesagt.

Als ich das mal einem sehr jungen Klienten erzählte, der sehr wissensdurstig war, kombiniert der „Ach das ist ja praktisch, dann kann ich ja meinem Feind erstmal schön das Gesicht mit meiner Faust massieren und heile anschließend wieder ein paar Leute, dann ist es ja wieder ausgeglichen. Ich sag mal, für so Prügel rutsche ich fünf Punkte ins Minus und eine Heilung könnte zwei Punkte geben, dann sollte ich ja nach drei Heilungen wieder im Plus sein.“ – schöne Idee, aber so einfach ist das nicht, denn der „Punkteverteiler“ lässt sich ja nicht veräppeln. Er ist Bestandteil des Göttlichen und weiß über sowas Bescheid.

Die Intention, jemandem zu schaden, obwohl ich es besser wissen müsste, setzt schon viel in Bewegung und lässt sich so einfach nicht beheben. Wahrscheinlicher ist eher, dass ihm oder einer nahen angehörigen Person oder dem geliebten Haustier etwas Schlimmes passiert, dass er nicht beheben kann. Wenn nicht in diesem Leben, dann im Nächsten – Papier ist geduldig, Karma ist noch geduldiger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.